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21.11.2017 - Sonstige Meldungen  

Zwischenbericht über das dritte Quartal 2017

Bewertung des Immobilienportfolios zum 30. September 2017 führt zu deutlichem Anstieg des Konzern-Periodenergebnisses nach Steuern auf € 42,9 Mio.

Bestätigung der Prognose für das Geschäftsjahr 2017

Berlin, 21. November 2017

Kräftiges Wirtschaftswachstum

Die Wirtschaft ist in Deutschland im bisherigen Jahresverlauf 2017 kräftig gewachsen. Die aktuellen Schätzungen der Bundesregierung gehen für das Gesamtjahr 2017 von einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von
2,0 % und für das Jahr 2018 von 1,9 % aus.

Der Investmentumsatz in gewerblich genutzten Immobilien hat sich nach einer Erhebung von Jones Lang LaSalle (JLL) von € 32,5 Mrd. in den ersten neun Monaten 2016 um rund 19 % auf € 38,6 Mrd. im Vergleichszeitraum 2017 erhöht. Auf ausländische Investoren entfielen dabei mehr als 45 % der Investmentumsätze.

Die Vermietungsmärkte entwickelten sich in den einzelnen Marktsegmenten unterschiedlich. Im Segment Büroimmobilien war beim Flächenumsatz in den sieben Immobilienhochburgen  (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein weiterer Anstieg um 2 % auf 2,94 Mio. m² zu verzeichnen. Im Einzelhandelssegment wurde in den ersten drei Quartalen 2017 mit rund 345.000 m² ein Flächenumsatz auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes erzielt während im Segment Lager- und Logistikflächen mit einem Flächenumsatz von rund 4,7 Mio. m² ein Rückgang von rund 7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingetreten ist.

Verbesserte Vermietungssituation

Die Vermietungsquote im Konzern der Deutsche Real Estate Aktiengesellschaft hat sich stichtagsbezogen mit 87,6 % zum 30. September 2017 gegenüber Ende 2016 mit 86,6 % verbessert. Bis zum Jahresende 2017 ist nach dem derzeitigen Stand eine leicht rückläufige Vermietungsquote zu erwarten.

Deutliche Steigerung des Konzernergebnis nach Steuern aufgrund der Bewertung des Immobilienbestandes

Die Erträge aus Investment Properties erhöhten sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 auf
€ 22,9 Mio. nach € 22,2 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Weiterhin wurden wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres sonstige betriebliche Erträge in Höhe von € 1,5 Mio. in den ersten neun Monaten 2017 erzielt.

Aus der Bewertung der als Investment Properties gehaltenen Immobilien zum Stichtag 30. September 2017 durch einen unabhängigen Gutachter ergibt sich ein positiver Ergebniseffekt von € 42,2 Mio. Dabei ist zu beachten, dass im Vorjahr keine unterjährige Immobilienbewertung vorgenommen worden ist.

Die Bewirtschaftungskosten in Höhe von € 6,2 Mio. und die allgemeinen Verwaltungskosten von € 2,8 Mio. sind in den ersten neun Monaten 2017 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 unverändert geblieben.

Die sonstigen Aufwendungen haben sich mit  € 0,1 Mio. im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um
€ 0,2 Mio. vermindert.

Das Finanzergebnis verbesserte sich leicht von € -7,5 Mio. in den ersten neun Monaten 2016 auf nunmehr
€ -7,3 Mio. Insgesamt ergibt sich ein Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen, bereinigt um das Ergebnis aus Fair Value-Anpassungen auf Investment Properties, Einmal-, Sonder- und periodenfremden Effekte (bereinigtes EBITDA) von € 14,9 Mio. in den ersten neun Monaten 2017 nach € 14,4 Mio. im Vorjahreszeitraum. Das Konzern-Periodenergebnis vor Steuern verbesserte sich im Wesentlichen aufgrund des Ergebniseffektes aus der Bewertung der Immobilien auf € 50,2 Mio. nach € 4,6 Mio. im Vorjahreszeitraum; nach Steuern beträgt das Konzern-Periodenergebnis € 42,9 Mio. (Vergleichszeitraum 2016: € 3,9 Mio.).

Bilanzsumme deutlich gestiegen

Die Bilanzsumme hat sich mit € 422,3 Mio. zum 30. September 2017 gegenüber dem 31. Dezember 2016 um
€ 41,7 Mio. erhöht. Die Veränderung ist dabei im Wesentlichen auf die Bewertung des Immobilienbestandes zum 30. September 2017 zurückzuführen. Der Bilanzansatz der als Investment Properties gehaltenen Immobilien hat sich um € 44,0 Mio. gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2016 auf nunmehr € 409,7 Mio. verändert. Das langfristige Vermögen beläuft sich Ende September 2017 auf € 412,9 Mio. Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich im Wesentlichen aufgrund der Veräußerung einer Immobilie im Jahr 2017 von € 11,5 Mio. Ende 2016 um € 2,1 Mio. auf nunmehr € 9,4 Mio. zum 30. September 2017. Die liquiden Mittel sind dabei  stichtagsbezogen mit € 7,7 Mio. Ende September 2017 unverändert gegenüber Ende 2016 geblieben.

Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des positiven Konzern-Periodenergebnisses sowie zusätzlicher ergebnisneutraler Fair Value-Anpassungen der derivativen Finanzinstrumente in Höhe von € 1,0 Mio. von
€ 89,7 Mio. Ende 2016 auf € 133,6 Mio. zum 30. September 2017. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich deutlich von 23,6 % Ende 2016 auf 31,6 % zum 30. September 2017.

Das langfristige Fremdkapital veränderte sich im Wesentlichen durch einen Anstieg der latenten Steuern bedingt durch die Neubewertung der Immobilien bei gleichzeitiger Rückführung der Finanzschulden auf
€ 272,2 Mio. zum 30. September 2017 nach € 271,1  Mio. Ende 2016. Das kurzfristige Fremdkapital hat sich von € 19,8 Mio. Ende 2016 auf € 16,4 Mio. - insbesondere aufgrund von Umgliederungen von Rückstellungen in langfristige Verbindlichkeiten - reduziert. Die Mark-to-Market Bewertung der Zinssicherungsinstrumente führte zum 30. September 2017 insgesamt zu negativen Fair Values in Höhe von € -2,3 Mio. (31. Dezember 2016:
€ -3,5 Mio.).

Ausblick

Aufgrund der Entwicklung in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres bestätigt der Vorstand die Prognose und geht weiterhin davon aus, dass im Geschäftsjahr 2017 ein bereinigtes EBITDA auf dem Niveau des Vorjahres erzielt wird. Es ist nicht auszuschließen, dass die gute Marktentwicklung zur weiteren Optimierung des Portfolios durch den Verkauf von Objekten genutzt wird.