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13.05.2016 - Sonstige Meldungen  

Deutsche Real Estate AG: Zwischenbericht über das erste Quartal 2016

Bereinigtes EBITDA im ersten Quartal 2016 leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraumes, Konzern-Periodenergebnis leicht unter Vorjahresniveau

Berlin, 13. Mai 2016

Verhaltener Jahresstart am deutschen Investmentmarkt und guter Jahresauftakt an den Vermietungsmärkten

Das Bruttoinlandprodukt ist in Deutschland im ersten Quartal 2016 nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes um 0,7 % gewachsen; für das Gesamtjahr 2016 erwartet die Bundesregierung ein Wirtschaftswachstum von 1,7 %.

Das Transaktionsvolumen mit gewerblich genutzten Immobilien verminderte sich nach Angaben von JLL im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 14 % auf rund € 8,2 Mrd.; etwas mehr als  40 % des Transaktionsvolumens entfällt dabei auf ausländische Investoren. Der Rückgang des Transaktionsvolumens ist dabei auf den Mangel an attraktiven Angeboten zurückzuführen. Im Fokus des Interesses standen mit einem Anteil von gut 47 % des gesamten Investmentvolumens Büroimmobilien, gefolgt von den Einzelhandelsimmobilien mit einem Anteil von knapp 20 %. Auf Logistik- und Industrieimmobilien entfallen Transaktionen in Höhe von etwa 10 % des Gesamtvolumens.

Die Vermietungsmärkte sind im ersten Quartal 2016 positiv in das Jahr gestartet: im Segment Büroimmobilien lag der Flächenumsatz nach Angaben von JLL in den sieben Immobilienhochburgen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Köln und Stuttgart) mit rund 890.000 m² um 10 % über dem Niveau des ersten Quartals 2015. Die Vermietungsumsätze auf dem Vermietungsmarkt für Einzelhandelsflächen legten gegenüber dem Vorjahresquartal ebenfalls um 10 % zu. Auch der Markt für Lager- und Logistikflächen konnte gegenüber dem ersten Quartal 2015 um rund 3 % zulegen.

Vermietungsquote stichtagsbezogen leicht verbessert

Die Vermietungsquote hat sich stichtagsbezogen leicht von 85,8 % Ende 2015 auf 85,9 % Ende März 2016 verbessert.

Bereinigtes EBITDA leicht über dem Niveau des Vorjahres,  leichte Verminderung des Konzern-Periodenergebnisses

Die Erträge aus Investment Properties erhöhten sich von € 7,3 Mio. im ersten Quartal 2015 auf nunmehr € 7,5 Mio. Die sonstigen betrieblichen Erträge von € 0,5 Mio. entsprechen dem Vorjahresniveau. Die Bewirtschaftungskosten in Höhe von € 2,2 Mio., die allgemeinen Verwaltungskosten mit € 0,9 Mio. und die sonstigen Aufwendungen von € 0,1 Mio. sind gegenüber dem ersten Quartal 2015 ebenfalls nahezu unverändert geblieben.

Das Finanzergebnis verminderte sich von € -2,2 Mio. im ersten Quartal 2015 auf € -2,4 Mio. im ersten Quartal 2016. Ursächlich für die Veränderung sind im Wesentlichen geringere Finanzerträge.

Insgesamt ergibt sich ein bereinigtes EBITDA, das heißt ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen, bereinigt um das Ergebnis aus Fair Value-Anpassungen auf Investment Properties sowie um Einmal-, Sonder- und periodenfremde Effekte für die ersten drei Monate 2016 von € 4,7 Mio. nach € 4,5 Mio. im ersten Quartal 2015. Nach Steuern verminderte  sich das Konzern-Periodenergebnis im ersten Quartal 2016 leicht auf € 1,4 Mio. nach  € 1,6 Mio. im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Konzern-Gesamtergebnis für die ersten drei Monate 2016 beträgt  € -0,9 Mio. nach € 0,7 Mio. im Vorjahreszeitraum. Ursächlich hierfür sind die negativen Effekte aus der Bewertung der Zinssicherungsgeschäfte in Höhe von € -2,3 Mio.; diese Effekte fließen neben dem Konzern-Periodenergebnis in das Gesamtergebnis ein.

Leichter Anstieg der Bilanzsumme

Die Bilanzsumme des Deutsche Real Estate AG Konzerns ist zum 31. März 2016 mit € 363,3 Mio. gegenüber Ende 2015 mit € 362,6  Mio. nahezu unverändert geblieben. Das langfristige Vermögen beläuft sich zum 31. März 2016 auf € 354,4 Mio. Gleichzeitig erhöhte sich das kurzfristige Vermögen von € 8,2 Mio. Ende 2015 auf € 8,9 Mio. zum 31. März 2016. Die Veränderung begründet sich im Wesentlichen aus dem stichtagsbezogenen Anstieg der Forderungen. Das Eigenkapital beträgt zum 31. März 2016 € 70,2 Mio. nach € 71,0 Mio. Ende 2015 und die Eigenkapitalquote beläuft sich Ende März 2016 auf 19,3 %. Die Veränderung des Eigenkapitals resultiert aus dem negativen Gesamtergebnis in Höhe von € - 0,9 Mio.

Das kurzfristige Fremdkapital hat sich von € 16,9 Mio. Ende 2015 auf € 17,4 Mio. erhöht, gleichzeitig ist das langfristige Fremdkapital um € 1,0 Mio.  auf € 275,7 Mio. angestiegen. Die Veränderung des Fremdkapitals ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Verbindlichkeiten aus der Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag zurückzuführen.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2016 hält der Vorstand an seiner Prognose fest, ein bereinigtes EBITDA auf dem Niveau des Vorjahres zu erzielen.

Im weiteren Jahresverlauf sollte sich die Vermietungsquote aufgrund erfolgreicher Vermietungsaktivitäten weiter verbessern.

Der Konzern beobachtet zurzeit den Finanzierungsmarkt sehr sorgfältig und wird das derzeit günstige Zinsumfeld ggf. zur vorzeitigen Verlängerung bestehender Finanzierungen nutzen.