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11.11.2011 - Sonstige Meldungen  

Konzern-Zwischenmitteilung innerhalb des 2. Halbjahres nach § 37x, § 37y WpHG

Verbessertes Ergebnis vor Steuern und Fair Value-Anpassungen der Deutsche Real Estate AG in den ersten neun Monaten 2011

Berlin, 11. November 2011

Deutliche Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im dritten Quartal 2011 merklich verlangsamt. Durch die insbesondere im EURO-Raum ungelöste Schuldenkrise haben die Unsicherheit und damit auch die Volatilität an den Finanzmärkten wieder deutlich zugenommen. Das Wirtschaftswachstum verlangsamte sich in Deutschland bereits im zweiten Quartal 2011 deutlich. Für das Jahr 2012 erwartet der Sachverständigenrat nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,9 %.

Die zunehmenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten hatten bisher noch keine Auswirkung auf den deutschen Investmentmarkt. Nach einer Studie von Jones Lang LaSalle wurde im dritten Quartal 2011 mit einem Transaktionsvolumen von mehr als € 6,2 Mrd. das beste Quartalsergebnis im Investmentbereich seit Anfang 2008 erzielt. Allerdings wird die restriktivere Kreditvergabe durch die Banken zunehmend zu einem Wachstumshemmnis und die Sorge vor einem Einbruch des Investmentmarktes nimmt zu.

Auch der Vermietungsmarkt entwickelte sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 weiterhin positiv. Im Segment Büroimmobilien ergibt sich nach einer Analyse von Jones Lang LaSalle eine Erhöhung des Flächenumsatzes von 21 % in den ersten neun Monaten 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den sieben Immobilienhochburgen Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, Stuttgart, München, Köln und Düsseldorf. Im Segment Einzelhandel hat sich der Flächenumsatz in 2011 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Auch für das Segment Lagerflächen zeichnet sich für das Jahr 2011 ein Rekordergebnis ab.

Vermietungssituation verbessert, aber weiterhin herausfordernd

Die Deutsche Real Estate AG hat in den ersten neun Monaten ihre Vermietungsquote von 82,8 % Ende 2010 auf 85,0 % zum 30. September 2011 verbessert. Auslaufende Mietverträge werden in den nächsten Monaten voraussichtlich aber wieder zu einer rückläufigen Vermietungsquote führen.

Ergebnis vor Steuern und Fair Value-Anpassungen aufgrund von Einmaleffekten deutlich verbessert

Die betrieblichen Erträge erhöhten sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 auf € 24,2 Mio. nach € 21,7 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Maßgeblich für den Anstieg waren die um € 0,5 Mio. gestiegenen Erträge aus Investment Properties sowie Erträge aus dem Abgang von Verbindlichkeiten aufgrund der Veränderung des Konsolidierungskreises in Höhe von € 1,7 Mio. Die Bewirtschaftungskosten verminderten sich von € 6,4 Mio. in den ersten neun Monaten 2010 auf € 5,6 Mio. im Vergleichszeitraum 2011, insbesondere aufgrund gesunkener Instandhaltungskosten. Gleichzeitig verminderten sich die allgemeinen Verwaltungskosten von € 2,9 Mio. im Vorjahreszeitraum auf € 2,7 Mio. im gleichen Zeitraum 2011. Die sonstigen Aufwendungen erhöhten sich leicht um € 0,2 Mio. auf € 1,7 Mio. in den ersten neun Monaten 2011.
Das Finanzergebnis ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit € -11,8 Mio. nahezu unverändert geblieben. Insgesamt ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern und vor Fair Value-Anpassungen in Höhe von € 2,5 Mio. nach € -0,9 Mio. im Vergleichszeitraum 2010. Nach Steuern und Fair Value-Anpassungen erzielte die Deutsche Real Estate AG in den ersten neun Monaten 2011 einen Periodenüberschuss in Höhe von € 2,2 Mio. gegenüber einem Periodenfehlbetrag in Höhe von
€ -3,1 Mio. für den Vergleichszeitraum 2010. Zu beachten ist, dass seit dem dritten Quartal 2010 von der Gesellschaft auf die bisher quartalsweise durchgeführte externe Bewertung der Immobilienbestände verzichtet wird.

Bilanzsumme gesunken

Die Bilanzsumme hat sich zum 30. September2011 leicht um € 3,1 Mio. auf € 341,7 Mio. vermindert (31. Dezember 2010: € 344,8 Mio.). Die liquiden Mittel belaufen sich stichtagsbezogen auf € 7,5 Mio. im Vergleich zu € 10,3 Mio. zum 31. Dezember 2010. Die Veränderung der liquiden Mittel ist im Wesentlichen maßgeblich für den Abbau der kurzfristigen Vermögenswerte um € 3,3 Mio. auf € 12,7 Mio. zum 30. September 2011. Das langfristige Vermögen ist mit € 329,1 Mio. zum 30. September 2011 gegenüber dem 31. Dezember 2010 mit € 328,8 Mio. nahezu unverändert geblieben.
Das Eigenkapital beträgt zum 30. September 2011 € 20,0 Mio. nach € 17,5 Mio. Ende 2010. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich leicht von 5,1 % Ende Dezember 2010 auf 5,9 % Ende September 2011. Ursächlich für die Verbesserung ist im Wesentlichen das Periodenergebnis.
Das kurzfristige Fremdkapital hat sich von € 54,4 Mio. Ende 2010 auf € 62,8 Mio. zum 30. September 2011 erhöht. Die Veränderung ist durch die Umgliederung eines Kredites vom langfristigen Fremdkapital sowie – gegenläufig – durch den Abbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und von Rückstellungen begründet. Das langfristige Fremdkapital verminderte sich im Wesentlichen durch die Umgliederung von € 272,9 Mio. Ende 2010 auf € 258,9 Mio. Ende September 2011. Die unter dem langfristigen Fremdkapital ausgewiesenen negativen Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente haben sich aufgrund rückläufiger Zinserwartungen gegenüber dem Wert vom 31. Dezember 2010 in Höhe von € 21,2 Mio. nur unwesentlich verändert.

Ausblick

Der Vorstand hält an der bisherigen Prognose für das Geschäftsjahr 2011 – zumindest ein Ergebnis vor Zinsen, Beteiligungserträgen, Fair Value-Anpassungen, Steuern und Einmaleffekten in Höhe des Vorjahresergebnisses zu erzielen – fest.
Die Auswirkungen der Schulden- und Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft lassen sich zurzeit noch nicht absehen.