» Startseite » Meldungen » Sonstige Meldungen » 12.11.2010 - Konzern-Zwischenmitteilung innerhalb des 2. ...
   
12.11.2010 - Sonstige Meldungen  

Konzern-Zwischenmitteilung innerhalb des 2. Halbjahres nach § 37x, § 37y WpHG

Deutsche Real Estate AG weiterhin in einem herausfordernden Marktumfeld

Berlin, 12. November

Abschwächung der Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft

Die Weltwirtschaft ist zwar im dritten Quartal 2010 dynamisch gewachsen, das Expansionstempo hat sich jedoch etwas abgeschwächt. Die strukturellen Probleme seien in den USA und in westeuropäischen Ländern wie Spanien, Großbritannien und Irland noch nicht überwunden, stellen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland in ihrer „Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2010“ fest.
Die deutsche Konjunktur befindet sich weiterhin in einer Aufschwungphase, wenngleich sich das Wachstumstempo im Vergleich zu dem von Aufhol- und Nachholeffekten geprägten Frühjahr nach Ansicht der Deutschen Bundesbank deutlich verringert hat. Der Aufschwung hat indes an Breite gewonnen, indem die Expansion nicht mehr allein vom Export, sondern auch von einer spürbar angezogenen Binnennachfrage getragen wird.

Deutscher Immobilienmarkt im Aufschwung

Die europäischen Immobilienmärkte erholen sind nach einer Analyse von BNP Paribas Real Estate von Oktober 2010 langsam von der globalen Finanzkrise. Der europäische Investmentmarkt-Index der BNP Paribas Real Estate verzeichnete ein Plus von 3 % im dritten Quartal 2010 gegenüber Vorjahresquartal. Der europäische Büroimmobilienmarkt-Index stieg von Juli bis September 2010 um 9 %, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.
Laut einer Studie von Jones Lang LaSalle von Oktober 2010 lag das Transaktionsvolumen für gewerblich genutzte Immobilien in Deutschland in den Monaten Juli bis September 2010 bei € 3,7 Mrd. und unterschritt das Niveau des dritten Quartals 2009 damit leicht. Das kumulierte Transaktionsvolu-men für das erste bis dritte Quartal 2010 bestätigt aber ganz deutlich den stabilen Aufwärtstrend gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Einzelhandelsimmobilien dominierten aufgrund diverser Verkäufe von Supermarkt- und Fachmarktportfolios das Geschehen. Insgesamt entfällt auf sie in den ersten drei Monaten 2010 ein Anteil am Transaktionsvolumen von 44 %, gefolgt von Büroimmobilieninvestments mit 35 %. Logistik- und Industrieimmobilien lagen bei 5 %.
Die Dominanz der sieben Immobilienhochburgen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart als Investitionsziel nahm bis Ende September 2010 weiter zu. Mehr als 47 % des investierten Kapitals floss in eine dieser Hochburgen. Insgesamt kamen sie auf ein Transaktionsvolumen von € 6,2 Mrd. (Einzeltransaktionen und lokale Portfolios). Damit wurde das gesamte Volumen des Vorjahres schon bis September 2010 übertroffen. Absolut gesehen konnte in Berlin mit knapp € 1,6 Mrd. das höchste Volumen erzielt werden, gefolgt von Hamburg und Frankfurt mit jeweils rund € 1,1 Mrd.

Die Büro-Spitzenrenditen zeigten sich weitestgehend stabil, mit Ausnahme von Frankfurt. In der Bankenmetropole, in der die Investmentaktivität im ersten Halbjahr extrem niedrig war, zeugen einige großvolumige Transaktionen im dritten Quartal von einer gestiegenen Nachfrage. Über alle Hochburgen hinweg liegt die Spitzenrendite bei 5,16 %.

Die deutschen Büroimmobilien-Vermietungsmärkte entwickelten sich im Berichtszeitraum dynamisch. Mit 1,9 Mio. m2 wurde auf den wichtigsten Märkten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München Region und Stuttgart) das Umsatzvolumen des Vorjahreszeitraums um 17 % übertroffen. In Hamburg, München und Stuttgart war das dritte das umsatzstärkste Quartal des laufenden Jahres und in Düsseldorf und Frankfurt konnte dank einiger Großabschlüsse das Gesamtjahresergebnis aus 2009 bereits jetzt übertroffen werden. Trotz erhöhter Umsatzdynamik ist der Leerstand weiter angestiegen; ein klarer Beleg dafür, dass Expansionen oder Erweiterungen aktuell noch die Ausnahme sind. In den Kernmärkten für Büroimmobilien stehen zum Ende des dritten Quartals 2010 in den sechs Hochburgen zusammen 8,25 Mio. m² Büroflächen leer. Das ist eine Leerstandsquote von 10,3 %. Dies sind  0,2 %-Punkte mehr als drei Monate zuvor. Über diesem Durchschnittswert liegen Frankfurt (14,2 %) und Düsseldorf (12,5 %). Berlin lag bei 9,3 %, während Stuttgart mit 6,9 % den niedrigsten Wert erzielte.

Herausfordernde Vermietungssituation

Die Deutsche Real Estate konnte sich im Geschäftsjahr der schwierigen Vermietungssituation nicht entziehen. Durch Insolvenzen und auslaufende Mietverträge im 1. Halbjahr 2010 hatte sich die Vermietungsquote von 86,2% am 31. Dezember 2009 auf 81,6% Anfang Juli 2010 vermindert. Im 3. Quartal 2010 konnten mit einigen Mietern auslaufende Mietverträge verlängert und durch den Abschluss von neuen Mietverträgen die Vermietungsquote Ende September leicht auf 81,7% verbessert werden.

Ergebnis vor Steuern verbessert

Die betrieblichen Erträge ohne  Berücksichtigung von Fair Value-Anpassungen haben sich von € 21,6 Mio. in den ersten neun Monaten 2009 leicht auf € 21,7 Mio. im Vergleichszeitraum 2010 erhöht. Maßgeblich hierfür waren gestiegene Erträge aus Investment Properties. Die allgemeinen Verwaltungskosten verminderten sich von € 3,6 Mio. in den ersten drei Quartalen 2009 auf € 2,9 Mio. in den ersten drei Quartalen 2010. Gleichzeitig erhöhten sich jedoch die Bewirtschaftungskosten insbesondere auf Grund von durchgeführten Instandhaltungsmaßnahmen von € 5, 2 Mio. im Vorjahreszeitraum 2009 auf nunmehr € 6,4 Mio. in den ersten neun Monaten 2010 und die sonstigen Aufwendungen von € 1,4 Mio. in den ersten drei Quartalen 2009 auf € 1,5 Mio. im gleichen Zeitraum 2010.
Das Finanzergebnis blieb mit € -11,8 Mio. für die ersten neun Monate 2010 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu unverändert. Insgesamt ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern (EBT) für die ersten neun Monate 2010 von € -2,6 Mio. In den ersten neun Monaten 2009  ergab sich aufgrund von Fair Value-Anpassungen ein EBT von € 14,3 Mio. Das operative Ergebnis (EBT vor Bewertungs- und Einmaleffekten) verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2009 von € -0,5 Mio. auf € - 0,9 Mio. in den ersten neun Monaten 2010. Zu beachten ist, dass für das dritte Quartal 2010 von der Gesellschaft auf die bisher quartalweise durchgeführte externe Bewertung der Immobilienbestände verzichtet wurde.

Bilanzsumme leicht gesunken

Die Bilanzsumme hat sich zum 30. September 2010 leicht um € 5,8 Mio. auf € 351,8 Mio. (31. Dezember 2009: € 357,7 Mio.) verringert. Die liquiden Mittel reduzierten sich stichtagsbezogen von € 12,3 Mio. zum 31. Dezember 2009 auf € 10,1 Mio. zu Ende September 2010. Dies führte zu einem Abbau der kurzfristigen Vermögenswerte auf € 15,7 Mio. zum 30. September 2010 (31.Dezember 2009: € 19,4 Mio.). Das langfristige Vermögen verminderte sich um € 2,1 Mio. auf € 336,1 Mio. zum  30. September 2010 (31. Dezember 2009: € 338,2 Mio.). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den zur Jahresmitte 2010 erfolgten Fair Value-Anpassungen bei den Investment Properties in Höhe von € 1,7 Mio.
Das Eigenkapital reduzierte sich zum 30. September 2010 auf € 11,8 Mio. (31. Dezember 2009: € 20,5 Mio.). Dies ist ein Rückgang der Eigenkapitalquote von 5,7% Ende Dezember 2009 auf 3,4%  Ende September 2010. Ursächlich für die Verminderung ist u.a. die erhöhte negative Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente. Durch die Bewertung zum Stichtag ergibt sich gegenüber dem    31. Dezember 2009 eine Verminderung der im Eigenkapital ausgewiesenen Zeitbewertungsrücklage um € 5,6 Mio.
Das kurzfristige Fremdkapital ist mit € 49,6 Mio. zum 30. September 2010 nahezu unverändert geblieben (31. Dezember 2009: € 49,7 Mio.). Das langfristige Fremdkapital hat sich von € 287,5 Mio. zum 31. Dezember 2009 auf € 290,4 Mio. zum 30. September 2010 leicht erhöht.

Ausblick

Die Situation auf dem Vermietungsmarkt für Gewerbeimmobilien beginnt sich langsam zu stabilisieren. Die verbesserte wirtschaftliche Lage in Deutschland sollte zukünftig wieder zu einer anziehenden Nachfrage nach Gewerbeflächen führen. Obwohl  die Neuvermietung sich weiterhin schwierig gestaltet, geht der Vorstand davon aus, dass durch die verstärkten Marketingaktivitäten die Vermietungsquote  wieder erhöht werden kann.

Ende Oktober konnte durch einen Vergleich eine Reduzierung der Restkaufpreiszahlung für eine Immobilie in Höhe von EUR 1,2 Mio. erreicht werden. Die buchhalterische Erfassung erfolgt im vierten Quartal 2010.
Für das Geschäftsjahr 2010 bestätigt der Vorstand seine für das 1. Halbjahr 2010 präzisierte Prognose und geht weiter davon aus, ein EBT vor Fair Value-Anpassungen und Einmaleffekten auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2009 zu erreichen.

Kontakt:
Deutsche Real Estate AG
Oudenarder Str. 16, Aufgang 13
13347 Berlin
Telefon: +49 30 2400864-0
Fax: +49 30 2400864-599
E-Mail: info@drestate.de

Investor Relations:
Armin Baltzer
BSK Becker+Schreiner Kommunikation GmbH
Telefon: +49 2154 8122-21
Fax: +49 2154 8122-11
E-Mail: baltzer@kommunikation-bsk.de