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14.05.2010 - Sonstige Meldungen  

Konzern-Zwischenmitteilung innerhalb des 1. Halbjahres nach § 37x, § 37y WpHG

Deutsche Real Estate AG legt im 1. Quartal 2010 erfolgreichen Start hin

Berlin, 14. Mai 2010

Deutscher Immobilienmarkt wieder im Aufwind

Die Immobilienmärkte haben laut einer Studie der BNP Paribas Real Estate von April 2010 europaweit ihre schwerste Zeit seit dem zweiten Weltkrieg durchschritten. Seit Anfang des Jahres zeichnet sich nun eine Trendwende ab. Der europäische Investment-Immobilien-Index stieg seit Anfang des Jahres um 9,0 % gegenüber dem 4. Quartal 2009 und der europäische Gewerbe-Immobilen-Index um 8,6 %. Bereits zum Jahresende 2009 zeichnete sich auch eine Belebung der deutschen Investmentmärkte ab. Das hat sich im 1. Quartal 2010 mehr als bestätigt. Deutschlandweit wurden nach einer Studie von Jones Lang LaSalle aus April 2010 Transaktionen im Volumen von € 5 Mrd. in gewerblich genutzte Immobilien registriert. Damit hat sich das Volumen gegenüber dem 1. Quartal 2009 (€ 1,8 Mrd.) fast verdreifacht, wobei der Anteil ausländischer Investoren im 1. Quartal 2010 wieder zunahm. Während im vergangenen Jahr noch deutsche Investoren mit fast 90 % des investierten Kapitals den Investmentmarkt dominierten, lag der Anteil internationaler Investoren im 1. Quartal 2010 schon wieder bei rund 40 % (€ 2 Mrd.).
Rund 45 % des investierten Kapitals flossen im 1. Quartal 2010 in eine der sieben Hochburgen, die in der Summe auf ein Transaktionsvolumen von knapp € 2,3 Mrd. kamen. 2009 entfielen fast 60 % des investierten Geldes auf einen der sieben großen Märkte. Absolut gesehen wurde im 1. Quartal 2010 in Berlin mit € 590 Mio. das höchste Volumen erzielt. Relativ gesehen wies Köln das mit Abstand beste Ergebnis auf. Mit den aktuell investierten € 490 Mio. wurde hier bereits in den ersten drei Monaten das Jahresergebnis aus 2009 fast erreicht.
Einzelhandelsimmobilien mit erstklassiger Qualität sind im derzeitigen Marktumfeld die be-vorzugte Anlageform im Immobilienmarkt. Rund € 3 Mrd. wurden in diesen Sektor investiert, im 1. Quartal damit bereits mehr als im gesamten Jahr 2009 zusammen. Die zweitstärkste Anlageklasse waren im Vergleich zum Vorjahresquartal 2009 Büroimmobilien mit einem Anteil von ca. 29 % (€ 1,4 Mrd.). Lager-/Logistikimmobilien (4 %), gemischt genutzte Objekte (3 %) und weitere Immobilienarten (4 %) spielten nur eine untergeordnete Rolle.
Der Büroflächenumsatz ist erstmals seit sechs Quartalen wieder angestiegen: Während Düsseldorf (+144 %) die Region München (+10 %) erstmals ablöste, musste neben Stuttgart (-10 %) vor allem Frankfurt am Main (-61 %) erhebliche Einbußen hinnehmen. Berlin und Hamburg entwickelten sich jeweils mit +5 % positiv. Die Leerstandsquote über alle sechs Standorte nahm jedoch seit Jahresende 2009 von 9,9 % auf 10 % zu. Die Spitzenmieten sind im 1. Quartal 2010 relativ stabil geblieben, das Neubauvolumen sank im Quartalsvergleich um 10 %.

Nachhaltiges Immobilienmanagement stabilisiert Vermietungsquote auf 86 %

Die erfolgreiche Betreuung des Immobilienbestandes hielt die Vermietungsquote der Deutsche Real Estate AG im 1. Quartal 2010 trotz der Einflüsse der Wirtschaftskrise mit 85,5 % annähernd auf dem Vorjahresniveau (1. Quartal 2009: 86,2 %). Gemessen an den vermieteten Flächen sind die Objekte Mendelssohnstraße, Hamburg, mit 98,5 % und Wahlerstraße, Düsseldorf, mit 94,3 % besonders positiv hervorzuheben. Für den Abbau des hohen Leerstandes der Einzelhandelsimmobilie in der Potsdamer Straße in Berlin-Teltow steht die Deutsche Real Estate in aussichtsreichen Verhandlungen.
Die betrieblichen Erträge nahmen insgesamt von T€ 6.852 um 41 % auf T€ 9.642 im 1. Quartal 2010 zu. Maßgeblich hierfür sind neben den um T€ 382 auf T€ 7.112 erhöhten Erträgen aus Investment Properties die Erträge aus Fair Value-Anpassung auf Investment Properties von T€ 2.181. Ein Vorjahresvergleich hierzu entfällt, da die Deutsche Real Estate AG  erst seit dem Halbjahresabschluss 2009 quartalsweise ihre Immobilienbestände extern bewerten lässt. Per Saldo ergab sich nach Abzug der korrespondierenden Aufwendungen ein Ertrag von T€ 64 aus Fair Value-Anpassungen.
Auch die Kostensenkungsmaßnahmen zeigten im 1. Quartal 2010 weiter Wirkung: Die Kosten für allgemeine Verwaltung und für Immobilienbewirtschaftung verringerten sich in den ersten drei Monaten 2010 nochmals um T€ 286 von T€ 2.912 auf T€ 2.626. Das entspricht einer Einsparung von rund 10 %. Das ist einmal mehr das Ergebnis einer konsequenten und nachhaltigen Optimierung aller Prozesse bei der Objektbetreuung.

Ergebnis vor Steuern deutlich verbessert

Das Finanzergebnis verbesserte sich von T€ -4.218 im korrespondierenden Vorjahresquartal auf nunmehr T€ -3.924. Der Hauptanteil des Rückgangs entfiel auf die abnehmenden Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 693 auf T€ -3.708. Insgesamt wurde das Ergebnis vor Steuern (EBT) des Vorjahresquartals von T€ -376 umgekehrt. Im 1. Quartal 2010 ergab sich eine Steigerung auf erfreuliche T€ 546, dies entspricht einer Ergebnisverbesserung von T€ 922. Das operative Ergebnis (EBT vor Bewertungs- und Einmaleffekten) verbesserte sich von T€ -376 im 1. Quartal 2009 zum Auftakt des neuen Geschäftsjahres planmäßig um T€ 858 auf T€ 482 in den ersten drei Monaten dieses Jahres.

Bilanzsumme leicht gesunken

Die liquiden Mittel reduzierten sich im 1. Quartal 2010 auf T€ 10.228 (31. Dezember 2009: T€ 12.286), primär infolge des Abbaus von Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt in Höhe von rund T€ 1.300. Das führte vor allem zur Abnahme der kurzfristigen Vermögenswerte von insgesamt T€ 19.436 zum Jahresende 2009 auf T€ 17.649 zum 31. März 2010. Die langfristigen Vermögenswerte blieben mit T€ 338.527 zum 31. März 2010 gegenüber dem 31. Dezember 2009 mit T€ 338.231 nahezu stabil. Insgesamt sank die Bilanzsumme nur leicht auf T€ 356.176 (31. Dezember 2009: T€ 357.667).
Auf der Passivseite nahm das Eigenkapital zwar von T€ 20.496 per Jahresende 2009 auf T€ 15.759 zum 31. März 2010 ab. Das ist ein Rückgang der Eigenkapitalquote von 5,7 % auf 4,4 %. Jedoch grenzt sich diese Entwicklung noch von dem Wert der Eigenkapitalquote des 1. Quartals 2009 in Höhe von 1,5 % deutlich ab. Insbesondere die auf T€ -22.275 (31. De-zember 2009: T€ -17.924) erhöhte negative Zeitbewertungsrücklage reduzierte das Eigenkapital um T€ 4.737. Grund sind neue Marktbewertungen der derivativen Finanzinstrumente gegenüber dem Jahresende 2009. Sie ergaben einen um T€ 5.177 reduzierten Marktwert. Dementsprechend erfolgte eine erfolgsneutrale Zuführung in die Zeitbewertungsrücklage.

Ausblick

Mit dieser erfreulichen Entwicklung im 1. Quartals 2010 sieht sich die Deutsche Real Estate AG im Plan für 2010. Für das laufende Geschäftsjahr wird erstmals ein vor Fair Value-Anpassungen leicht positives Konzernergebnis erwartet. Damit wäre ein wichtiger Meilenstein der Deutsche Real Estate AG erreicht. Auch in den nächsten Jahren wird eine Wertsteigerung des Bestandsportfolios der Deutsche Real Estate AG erwartet. Die enge Immobilienbetreuung wird dazu beitragen, die Mieterlöse der Objekte weiterhin zu verbessern und vor allem mit der Vermietung noch leer stehender Flächen zusätzliche Erlöse zu generieren. Mit entsprechenden Erfolgen wird auch die positive Wertentwicklung der gehaltenen Immobilien gefördert. Bei sich zunehmend aufhellenden Marktbedingungen wird für 2010 mit weiteren Erfolgen in der Vermietung gerechnet.

Kontakt:
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